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Die Auer Siedlungsgeschichte

Die Besiedlung der Orte hinter Schnepfau ist wesentlich anders als davor.
Bis zum Schnepfauer Wald herein war die Besiedlung grundherrlich, bei uns herinnen aber freibäuerlich.

Was heißt das?
Das Jahr der Einweihung der ersten Kapelle (1372) und auch das der Gründung der selbständigen Pfarrei (1390) waren kirchliche Daten. Vorher müssen also schon Orte besiedelt gewesen sein, worüber es aber keine Aufzeichnungen gibt. Im Stiftungsbrief stehen elf Bauern mit Vor- und Zunamen als die Vertreter der Bauernschaft. Also gab es früher schon eine Art von Gemeinde mit einem Ausschuss.

Die ?Bregenz? war schon früh wegen der Flößerei ein bekannter Fluß. Eine Schrift zur Abgrenzung von Jagdrechten nennt schon 1059 den Widderstein und die Üntsche. Bis 1080 gibt es sonst keine Notiz.
Lingenau und Andelsbuch werden erst 1200 genannt. Dann aber nennen Amtsschriften nach 1250 plötzlich viele Orte und Einzelhöfe. Talinnere Gebiete waren lang vorher schon vom ?Oberland? herein als Alpen genutzt worden. Der König vergab es an Adelige und Klöster, denn diese Herrschaften hatten zum Roden und Kultivieren Geld, Geräte und Leute. Solche Grundherren waren im Bregenzerwald die Grafen von Bregenz und die Klöster Mehrerau und St. Gallen. Man gründete anfangs nur Großhöfe, von denen in den späteren Dörfern Lingenau, Alberschwende, Egg, Andelsbuch und Schwarzenberg heute ein Ortsteil noch ?Hof? heißt. Das Urland in unserem Talkessel hat König Rudolf von Habsburg als Reichsgut den Grafen von Bregenz-Montfort geschenkt. Durch Erbteilung kam es dann an die Feldkircher Montforter. Anno 1375 verkaufte Graf Hugo den inneren Bregenzerwald an Österreich.

Was für ein Volksschlag sind wir?
Die Auer kamen meist aus der Vorarlberger Rheintalebene und dem Bregenzer Gebiet. Stammesmäßig sind wir Alemannen. Damit bezeichnet man alle kriegerischen germanischen Scharen, die am Ende der Römerherrschaft in Süddeutschland aus dem suebischen Gebiet der Semnonen an Elbe und Oder nach Schwaben einwanderten.

 

Quelle: "Unsere Heimat Au" von Hermann Gsteu
erhältlich auf dem Gemeindeamt Au

 

 

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